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Geschrieben von Uwe Peters   
Montag, 10. Mai 2010
Beitragsinhalt
Heinrich Dyck
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Seite 6
Seite 7

Liebe Freunde
des verstorbenen

Heinrich Dyck

Wir wollen in dieser Trauerfeier von dem Verstorbenen Abschied nehmen und seiner noch einmal gemeinsam würdigend gedenken.

Teil 1: Hilfe für die Hinterbliebenen

Sie haben die Anzeige in der Zeitung überschreiben lassen mit dem kurzen Satz:

Sterben kann auch Erlösung sein.

1999 starb Herbert Grönemeyers Frau Anna und im selben Jahr auch ein Bruder.

Er dichtete und sang unter dem Titel: Der Weg, das Lied:
Das Leben ist nicht fair.

Anlässlich des Todes seines Sohnes Peter am 02.04.1998 hatte ich einige persönliche Gespräche mit dem Verstorbenen. Es war für mich unglaublich schwer, eine Ebene zu finden, auf der wir uns verständigen konnten. Er war so verbittert und völlig unzugänglich für Mitmenschlichkeit, Wärme, Anteilnahme und Zuwendung. Ich versuchte meine Tür für ihn offen zu halten, aber mein Angebot war so erschreckend für ihn, dass er sich schnell in sein Schneckenhaus zurückgezogen hat.

Heute weiß ich, dass genau mein Angebot die Erfahrungen einer Welt für ihn waren, die er nie kennen gelernt hat. Dieses Angebot musste ihn nur erschrecken.

Er hatte lebenslang das erlebt, was Grönemeyer „nur“ im Jahr 1999 erleben musste. Das Leben war niemals fair zu dem Verstorbenen.

Schauen wir hinein in seine Geschichte:

Seine Geschichte beginnt lange vor seiner Geschichte. 1789 zogen 228 Familien – die mennonitischen Glaubens waren und in Danzig wegen ihrer Religion unterdrückt wurden, auf Einladung der Zarin Katharina II den Dnjepr hinunter bis zur Insel Chortitza. Am Ufer des Dnjepr wurde ihnen Land zugewiesen und sie gründeten die Kolonie Chortitza nach der gleichnamigen Insel im Fluss. Im Laufe der nächsten 17 Jahre kamen 173 nach, sodass ca. 400 Familien in der Kolonie aus Westpreußen angekommen sind.

Sie bekamen 65 Desjatinen freies Land für jede Familie und Religionsfreiheit. Befreiung vom Wehrdienst wurde ihnen zugesichert. Der Glaube der Mennoniten verbietet ihnen den Dienst an der Waffe.

Die inzwischen 1000 jährige Eiche, unter der die ersten Siedler Rast machten, als sie dort ankamen, steht heute noch dort.

Im Laufe der Zeit wurden 21 neue Dörfer in der Umgebung gegründet, von denen 9 Dörfer auf das Jahr 1789 zurück sehen. Dazu gehört auch das Dorf „Insel Choritza“.

Im Ort Choritza habe ich laut Siedlungsplan 7 Grundstücke mit Häusern auf den Namen Dyck gefunden.

Die Schwester des Verstorbenen, die um ihren Bruder trauert, wird genau wissen, in welchem Dyck`schen Haus und Grundstück der Verstorbene am 10. September 1928 das Licht der Welt erblickt hat.


Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Mai 2010 )
 
 
 
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