|
Geschrieben von Uwe Peters
|
|
Montag, 10. Mai 2010 |
|
Seite 5 von 7  Im Hamburger Rotlichtviertel lernte er Sonja kennen und lieben. Sonja und der Verstorbene blieben dennoch länger als die übliche Ehezeit von vier Jahren zusammen. Nach der Zeit mit Sonja verband er sich mit deren Freundin Nina. Er liebte Kinder. er wollte auch für eigene Kinder sorgen. Er wollte Kindern eine bessere Zeit schenken, als er sie gehabt hatte. Mit Nina klappte es und der Sohn Peter Glienka wurde am 26.12.1967 geboren.
Das mennonitische geistige und soziale Erbe seiner Vorfahren war in ihm in Resten immer noch lebendig. Bei den Mennoniten ist absolutes Vertrauen eine der wichtigsten Tugenden. Die Chortitza-Mennoniten hatten ihn und seine Schwester nicht verhungern lassen. Man hatte zueinander gestanden und sich gegenseitig unterstützt. So ungefähr wollte er leben.
Mit Nina übernahm er Ende der 60er Jahre die Gaststätte am Wulsdorfer Bahnhof. Juristisch abgesichert wurde alles auf den Namen seiner Nina.
Der Betrieb lief gut an und 1973 kaufte er das kleine Haus am Westermannsgang 9. Das Haus war vermietet und blieb vermietet.
Er war ein guter Gast in Nina`s Betrieb und irgendwann zog Nina die Notbremse. Sie behielt die volle Verantwortung für Peter und alle Investitionen hatten ihr schon gehört. Das war für Hein Dyck aber nicht wichtig. Wichtig für ihn war der Kontakt zu seinem Peter.
Im Zuge seiner Alkoholerkrankung und der Aussichtslosigkeit seines Lebens, beschloss er mehr als einmal, alles soll nun für immer zu Ende sein. Aber es war nicht zu Ende.
1978 bekam er endlich die Kurve und gab das Saufen und auch das Rauchen auf. 1990 zog er in sein eigenes Haus am Westermannsgang. Bei seiner schwierigen Kindheit hatte er nie gelernt, mit seinen eigenen Sachen geordnet umzugehen. Und Eingeweihte, so wie ich, wissen, wie es in der Fischerei zugegangen ist. Mit einem geordneten Haushalt war er einfach überfordert. So blieb es bis zu seinem Tode.
Aber sein Peter hatte die Fähigkeit, Freunde zu finden und zu gewinnen. Einer dieser Freunde ist Ingolf Winter.
Ingolf und seine Angi arbeiteten sich Stück für Stück aus der Schattenseite des Lebens heraus und das imponierte dem Verstorbenen. Die beiden hatten zusätzlich einen großen Vorteil, sie haben Kinder.
Nach Peters Tod am 02.04.1998 vertieften sich die Beziehungen des Verstorbenen zu der jungen Familie. Peters Tod war wieder unter anderem eine Verkettung unglücklicher Umstände durch staatliche Einrichtungen. Wieder traf ihn Leid und Tod unter staatlicher Mithilfe. Yannik ist inzwischen 18 geworden, Yassier ist auch schon 16. Syla, das einzige Mädchen ist stolze 12 Jahre alt und der jüngste Sohn Yngve ist auch schon 11 Jahre und weiß noch gar nicht so richtig, dass eben gerade seine Jugendlichkeit als letztes Kind in der Geschwisterreihe ihm die ganz großen Sympathien von Ursus einbrachten.
|
|
Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Mai 2010 )
|