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Geschrieben von Administrator
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Montag, 10. Mai 2010 |
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Seite 5 von 6  Die Privilegien, die Maren hatte, übertrugen sich später natürlich auch auf ihren Jan.
Im Garten gab es Kaninchen, Zwerghühner und auch Meerschweinchen. Die Meerschweinchen machten Probleme. Die vermehrten sich sehr fruchtbar. In den Kochtopf – das kriegte er auch nicht fertig. Er hatte eine Idee: Schließlich waren die Tiere ja von Wassenaar. Also rein in einen Karton mit den kleinen Schweinchen und bei Wassenaar vor die Tür damit. Mit völlig unschuldigem Gesicht ging er rein um an der Kasse zu melden, das da jemand einen Karton mit Tieren vor der Tür wohl vergessen hätte… Seine damaligen Enkel und Urenkel wissen die Geschichte noch ganz genau, lassen Sie sich diese und andere Geschichten erzählen…
Die andere Geschichte ist genau so lustig. Er hatte Kartoffeln gepflanzt. Nach wenigen Wochen kaufte er sich frisch aussehende Kartoffeln und buddelte sie unter die gerade aufgehenden Pflanzen. Als alle Spuren beseitigt waren, ging er zu den Nachbarn und mäkelte über deren Kartoffeln. Die seien viel zu spät. Er hätte schon tüchtig geerntet. Die Nachbarn glaubten ihm kein Wort. Er holte sie in seinen Garten und sie durften selbst die Kartoffeln ausbuddeln. Er hatte ja eine besondere Sorte, nämlich die Turbo-Kartoffeln… Mit demselben Trick ärgerte er auch die Gartennachbarinnen, wenn er vor ihren Augen die schönen, roten, reifen und dicken Radieschen herauszog. Großzügig gab er ihnen auch einige ab…
Mit den Enkeln baute er aus einem einfachen Schlauchboot eine Rennsegelyacht. Schwert und Mast hatte er selbst gebaut und wenn er sie mit den Kindern segelte, wurden sie auch immer erster am Ziel…
Mit seiner Ulla kam er mehrmals nach Spanien, auch nach Österreich und einige andere Gegenden lernten sie kennen. Aber er hatte seine Familie, die Enkelkinder und den Garten, da brauchte er keine großen Reisen.
Aber auch der Meisterkoch mit seinen Kohlrouladen und seinen selbst geräucherten Aalen, der mit böser Verleumdung seine schöne Ulla vor den begehrlichen Konkurrenten schützen wollte, indem er überall behauptete, sie sei dick und hässlich, der so gerne Mundharmonika spielte, wurde auch älter und hinfälliger.
Jan und Maren haben Opa mobilisiert und ihm zu einem Elektroroller verholfen, mit dem er bis Loxstedt gefahren ist. Er hat mit dem Roller auch noch Gartenstühle vom Baumarkt geholt. Nein, er war nicht klein zu kriegen.
Sein Geburtstag war bis zuletzt der Höhepunkt seines Jahres. Er versuchte allen deutlich zu machen, dass ganz Deutschland seinen Geburtstag mit Feuerwerk und Raketen feiern würde.
Neben verschiedenen Erkrankungen suchte ihn zuletzt eine Lungenentzündung heim. Am 25.04.2010 ging er von seinem zu Hause dorthin für immer zurück, von wo er vor 84 Jahren zu uns in diese Welt gekommen ist.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Mai 2010 )
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