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Geschrieben von Uwe Peters
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Montag, 10. Mai 2010 |
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Liebe Freunde des verstorbenen
Heinz Lüdicke
Wir verabschieden uns hier in dieser Trauerfeier von einem Menschen, der knapp 90 Jahre unter uns gelebt hat, und von dem wir fast nichts wissen.
Unsere Ansprechpartnerin Frau Frieda Metzler, die um ihn trauert, sagte mir in unserem Telefonat: „Er hat nie über sich gesprochen. Ich weiß nichts über ihn. Ich konnte besser laufen als er und da habe ich ihn öfter besucht in seiner Wohnung. Wir waren viele Jahre bekannt miteinander.
Ob er einen Beruf hatte, weiß ich nicht. Ob er überhaupt mal gearbeitet hat, weiß ich auch nicht. Er hat nichts gesagt. Er hat wohl auch mit einer Frau zusammengelebt und dann mit einer andern. Aber mehr weiß ich nicht. Er hatte keine Familie.
Er hat wohl was geerbt von seinen Eltern und war sehr genau mit seinem Geld. Seine Mutter hat sich wohl selbst vergiftet.
Er war sehr eifersüchtig. ich durfte nicht mit anderen reden. Von seinem Schwimmen hat er viel erzählt. Er ist als Einzelkind aufgewachsen. Er mochte immer sehr gerne Schokolade, aber zuletzt wollte er auch die nicht mehr. Er hat gelebt.“
Das Bestattungsinstitut Koop hat auch noch herausbekommen, dass er als Ermittler gearbeitet hat. Das Finanzamt kennt Ermittler und auch das Arbeitsamt. Am Besten bekannt sind die Ermittler von Strafverfolgungsbehörden wie Polizei und Zoll.
Weiterhin gibt es vage Informationen, dass der Verstorbene als ewiger Junggeselle ein Freund der Frauen war und als sehr lebensfroher Mann galt.
Dieses Wenige sind Informationen, die hier in der Trauerfeier ein knapp 90jähriges Leben beschreiben sollen. Können sie das?
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Mai 2010 )
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