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Geschrieben von Uwe Peters
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Montag, 10. Mai 2010 |
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Ja und nein.
Sie können es nicht, wenn wir eine persönliche Beziehung zu dem Verstorbenen gehabt haben. Dann klingen solche Sätze wie hohle Phrasen und Standardleichenreden. Dann kann uns das alles überhaupt nicht befriedigen.Wenn hier jedoch niemand eine persönliche Beziehung zu dem Verstorbenen hatte – wie es den Anschein hat – dann mögen uns diese Bemerkungen über den Verstorbenen durchaus hilfreich sein, denn sie beschreiben ein allgemeines Leben, wie es schon vor 2500 Jahren im Tanach (Altes Testament), im Buch Kohelet (Prediger) vorgezeichnet ist. Ich zitiere:
„So gehe hin und iss dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dein Werk gefällt Gott. Lass deine Kleider immer weiß sein und lass deinem Haupt Salbe nicht mangeln. Brauche das Leben mit deinem Weibe, dass du liebhast, solange du das eitle Leben hast… denn das ist dein Teil im Leben und in deiner Arbeit, die du tust unter der Sonne.“ Kohelet (Prediger) 9, 7 – 9)
Diese allgemeine Zusammenfassung eines geglückten Lebens hat bisher 2500 Jahre überdauert und ist aktuell wie in allen Jahren zuvor.
Blaise Pascal (1623 – 1662) war ein genialer Mathematiker, Philosoph und tief religiöser Schriftsteller. Er schrieb: „Wie die Mode bestimmt, was uns gefällt, so bestimmt sie auch das Recht.“ (Pensees 309)
In religiösen und politischen Kreisen war immer das, was die Mächtigen sagten, Recht und Moral. Aber bei den kleinen Leuten und im privaten Bereich hat sich das nie geändert. Dort ist der gute alte Kohelet immer der Maßstab für ein gutes Leben geblieben.
Auf Grund der wenigen Hinweise aus dem Leben des Verstorbenen können wir gemeinsam zu der Überzeugung kommen, der Verstorbene hat ein gutes Leben gehabt und das ist in Ordnung so.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Mai 2010 )
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