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Geschrieben von Uwe Peters   
Montag, 10. Mai 2010
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Ludwig Robl
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Nach einigen Jahren zog er um und bekam Arbeit und Unterkunft im CVJM Sozialwerk Wesermarsch e.V. in Nordenham.

Ende der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts kam er nach Bremerhaven in die Elbe-Weser-Werkstätten Gemeinnützige GmbH.

Hier arbeitete er sich ein in die Öl & Gasbrenner Montage und blieb über 13 Jahren ein pflichtbewusster und zuverlässiger Mitarbeiter.

Die EWW bescheinigt ihm eine besondere Hilfsbereitschaft und sehr zuvorkommende Art Kollegen auf dem Arbeitsplatz und Mitbewohnern im Betreuten Wohnenge gegenüber.

Im Jahr 1977 nahm er Kontakt auf mit dem Verein zur Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher in Bremerhaven und Umgebung e.V.

In der Familie Schütte fand er das, was er in seiner Kindheit und Jugend vermissen musste, nämlich so etwas wie einen Elternersatz und zugleich auch eine Aufgabe, der Tochter Myriam helfend zur Seite zu stehen.

Jede freie Minute widmete er dem „Förderverein“. Er machte Werbung für den Verein und fuhr mit, um Flohmarktsachen einzusammeln. Er war ein eifriger Verkäufer des vereinseigenen Flohmarktes. Er entwickelte sich zu einer Allroundhilfe des Vereins und fühlte sich wohl dabei.

Mit Frieda Vollrath, der Mutter der Frau Schütte, erlebte er seine Kindheit mit seiner Oma noch einmal. Sie wurde seine bevorzugte Bezugsperson. Als sie am 10.03.2005 starb, entwickelte er einen psychiatrischen Schub und musste in die Klinik.

Snorre, so wurde er von Myriam genannt, ein Name für ihn, der sich bald überall durchsetzte, nahm seine Verantwortung für Myriam sehr ernst und sie war sehr folgsam, denn sie wusste, dass er es gut mit ihr meinte.

Auch die Hunde bei Schüttes, der Hund Nr. 1, die Lissy und Hund Nr. 2, die blinde Greta, waren auf ihn abboniert. Beide Hunde hatten ein „Traumleben“ bei Schüttes, weil Ludwig Robl manchen Abend bis zu dreimal mit dem Hund Gassi ging.

Sein Körper machte ihn unruhig. Eine länger ausdauernde Tätigkeit und auch nur Gemütlichkeit musste er immer wieder unterbrechen und herumlaufen.

Seine eigene Wohnung war sehr gepflegt. Er nahm seine eigenen Hausarbeiten sehr ernst und alles war wohlgeordnet und picobello. Genauso, wie er auf sein eigenes Erscheinungsbild achtete.

Bis vor 4 Jahren war er ein starker Raucher. Dann legte er bei Schütte seine letzte Packung Zigaretten auf den Tisch und sagte: „Die will ich noch aufrauchen. Dann ist Schluss.“ Dann war auch Schluss.

Am 1. September wurde er an der Lunge operiert. Man entfernte den Tumor und hatte nicht mitbekommen, dass sich schon Metastasen im Hirn gebildet hatten.

Nach seinem Krankenhausaufenthalt kam er in stationäre Pflege nach Drangstedt. Dort tat er am 21.04.2010 seinen letzten und ihn doch erlösenden Atemzug.



Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Mai 2010 )
 
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