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Geschrieben von Uwe Peters
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Montag, 10. Mai 2010 |
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Liebe Frau Otto, liebe Angehörige und Freunde des verstorbenen
Gobru Toclu
Wir wollen in dieser Trauerfeier von dem Verstorbenen Abschied nehmen und seiner noch einmal gemeinsam würdigend gedenken.
Teil 1: Hilfe für die Hinterbliebenen
Die Seestadt Bremerhaven hat durch den Schiffsverkehr mit der ganzen Welt immer auch Kontakte mit den Menschen aus allen Ländern unseres Globus. Dabei spielt die Stadtgrenze überhaupt keine Rolle und wie wir an dem Verstorbenen sehen, ist Langen in dieser Beziehung so gut wie Bremerhaven und umgekehrt. Daraus erwächst uns die Verpflichtung, dass wir uns auch mit den prägenden Lebensumständen der uns zugereisten Menschen etwa näher beschäftigen.
Gobru Toclu ist am 04.11.1927 in Gura`e Äthiopien geboren.
Heute gehört Gura`e zu dem 1991 gegründeten Staat Eritrea. Eritrea gehörte seit 500 vor Christus zum Reich von Aksum, dem Kernland Äthiopiens wird begrenzt vom Roten Meer. Gura`e ist eine Hafenstadt und wurde als Hafen von den Italienern vor über 100 Jahren ausgebaut.
Die prägende Kindheit des Verstorbenen wurde von verschiedenen Einflüssen bestimmt. Da ist zunächst seine Herkunftsfamilie.
Seine Eltern waren sehr erfolgreiche Kaufleute mit engen und guten Beziehungen zum kaiserlichen Hof, der bis 1930 von der Kaiserin Zauditu regiert wurde. Ihr Nachfolger wurde der junge, dynamische „Negus Negest“ (König der Könige) Haile Selassie I.
Möglicherweise hat der Verstorbene noch bei Haile Selassie auf dem Schoß gesessen; denn die Familien waren befreundet sehr vertraut miteinander.
Eine ältere und eine jüngere Schwester begleiteten ihn durch Kindheit und Jugend.
Schon frühzeitig wurden die Kinder durch Kinderfrauen versorgt und erzogen. So war es für den Verstorbenen unproblematisch, dass er in Kairo und in Italien Erziehung und Ausbildung in verschiedenen Internaten erfuhr. Nach seiner sorgfältigen Ausbildung mit einem Schulabschluss der unserem Abitur vergleichbar ist, kehrte er nach Hause zurück. Die Eltern waren verstorben und die ältere Schwester hatte die Verantwortung für das Familienerbe übernommen. Das war völlig unproblematisch verlaufen, denn die ersten Kinderjahre hatten die Geschwister doch unter einer Kaiserin verbracht. Frauen in führenden Positionen war also nichts Ungewöhnliches dort.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Mai 2010 )
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