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Geschrieben von Uwe Peters
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Montag, 10. Mai 2010 |
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Seite 4 von 5  Ein Sprichwort sagt, dass wir immer dort zu Hause sind, wo Menschen sind, die uns lieben und die wir lieben.
Mit Hilfe seiner Freunde gelang ihm der Start in den Betrieb Nordischer Maschinenbau Rudolf Baader GmbH.
Dort bekam er die Chance einer weiteren speziellen Ausbildung für die Schlacht- und Verpackungsmaschinen und weil er so gut war, wurde seine Lehrzeit verkürzt und er von seinem Ausbildungsbetrieb in Lübeck nach Bremerhaven versetzt.
In Langen bei der Familie Benz bekam er eine Wohnung und hatte sich auch eine Partnerin gesucht.
1970 verunglückte sein Freund Adolf Otto und musste ins Krankenhaus, wo er dann auch starb. Als Karla Otto ihren Mann im Krankenhaus besuchte, traf sie zufällig auf „Jonny“. Der äthiopische Name Gobru war den Adolfs zu ungewohnt und deshalb tauften sie ihn einfach auf Jonny um. Viele Freunde in Langen und Bremerhaven schlossen sich der veränderten Namensgebung an.
Jonny besuchte seinen Hauswirt Werner Benz und traf auf die alten Freunde Otto. Der Kontakt riss diesmal nicht mehr ab und nachdem Adolf verstorbenen war und der Verstorbene auch schon lange wieder alleine lebte, fanden die beiden Verlassenen zu einer wunderschönen Partnerschaft im Jahr 1973 zusammen, die dann 1978 zu seinem Einzug in ihr Haus in Spaden, im Meesenweg 7 führte.
Nach 29 Berufsjahren bei der Firma Baader ging er 1991 in den wohlverdienten Ruhestand.
Für die Familien Otto, den Schwiegertöchtern Rita und Silvia und den Enkelkindern Marcel, Patrick und Wiebke wurde er ein unverzichtbarer Vater, Schwiegervater und Opa. Besonders die Enkelkinder wurden zugleich auch sein ganz großes Hobby. Für sie tat er alles.
Mit seiner Karla reiste er einmal zurück in seine Heimat, die nun Eritrea heißt und nach den hoffnungsvollen Anfängen inzwischen in einem Meer von politischem Chaos versinkt.
Auch seine äthiopische Restfamilie hatte ihn nicht vergessen. Eine Tochter seiner Cousine, die „Olganesch“, kam nach Bremerhaven. Sie ist Fremdsprachenkorrespondentin geworden und benutzte jede Gelegenheit ihre Sprachenkenntnisse zu verbessern.
Aber als wir an die verschiedenen Reisen in unserem Gespräch erinnerten, fielen Namen wie Rhodos, Bayerischer Wald, Bulgarien, die Eifel und andere schöne Landschaften in Deutschland.
Er wurde ein begeisterter Radfahrer und liebte den Deich, das Meer und die Küste überhaupt.
Er war hergekommen, hatte hier Freunde gefunden und sich selbst zunehmend als Deutscher begriffen. Er war sehr genau, sehr pünktlich, sehr präzise in allem, was er tat. Dabei war er offen und ehrlich ohne seine besondere Fähigkeit, die er von seinem Vater geerbt hatte, nämlich den besten Preis heraus zu handeln, zu vernachlässigen.
Im Meersenweg 7 war er der Mann für alle Fälle, also der inoffizielle Hausmeister.
Zuletzt ging es mit ihm gesundheitlich rapide bergab. Er kam ins Klinikum und dort hörte sein Herz am 07.04.2010 für immer auf zu schlagen.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Mai 2010 )
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