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A, wie Achill und Alexander der Große

Gespeichert von admin am/um 1. Oktober 2015

An des Achilles Grabdenkmal gelehnt
Seufzt Alexander aus des Herzens Grunde:
Glückseliger! Fanfarengleich ertönet
Der Ruhm Dir herrlich aus des Sängers Munde!“

Das, was uns Menschen von den Hasen, den Krähen und dem Kabeljau unterscheidet, ist, das wir Menschen in zwei unterschiedlichen Existenzweisen unser Leben leben. Es ist einerseits die Existenzweise der Tat und andererseits die Existenzweise der Wörter.

Die Geschichte berichtet, dass Alexander am Grabe des Achill weinte, weil er selbst keinen Menschen um sich hatte, der seine Taten – wie Homer die Taten des Achill – durch seine Dichtung der Nachwelt erhalten würde.

Als die Menschen begannen, sich aus der Tierheit zu erheben, wurde das erkennbar daran, dass sie Abbilder von ihnen wichtigen Wesen und Dingen schufen. Diese völlig neue Existenzweise des Menschseins in Bildern und Wörtern , machte es möglich, dass sie mit Hilfe eben dieser Bildern und Wörtern den Schatz des Erlebten und Gelernten an die nächste Generation, welche sie mit ihren Herzblut aufgezogen haben, weitergeben konnten.

Weil die Berge immer schon da waren, fingen sie an, alle ihnen besonders wichtigen Dinge tief in den Bergen, in den Höhlen, darzustellen und somit festzuhalten für die Nachwelt. Vor etwa 30 000 Jahren begannen unsere Vorfahren in die ewigen Felsen zu ritzen und an die Höhlenwände zu malen. „Es muss Bestand haben, die Kinder brauchen das!“

Als die Sprache immer wichtiger wurde und sich unendlich ausdifferenzierte, weil durch den Übergang zur Ackerbauergesellschaft vor etwa 10 000 Jahren die Zusammenballung der Wohnplätze der Menschen möglich wurde, musste die Sprache sich verfeinern und genauer werden.

Es entwickelte sich die Schrift und Homer schrieb die unsterbliche Geschichte des Achill.

Heute stehen wir an einer neuen Kulturscheide. Die EDV-Technik, dem neuronalen System des Menschen „abgekupfert“, zwingt uns dazu, dass wir „Erlebtes und Gelerntes“ sammeln, ordnen und verständlich an die nächste Generation weiter geben. Dazu brauchen wir elohim.io.

„Die Sängerbedürftigkeit der Tat“ (Jochen Martin) war in der Antike ein Gemeinplatz. Deshalb war es in der Antike völlig klar, dass Achill es niemals zu dem Ruhm gebracht hätte, den er besitzt, wenn Homer das alles nicht in seinen Versen verewigt hätte. Diesen Vorteil hatte Hektor nicht.

Alexander, der Mann der Tat, erbeutete die Schatztruhen des Perserkönigs Darius. Darin fand er ein silbernes Kästchen, in dem die beiden homerischen Bücher wie kostbare Juwelen aufbewahrt wurden. Er nahm eines heraus und trug es täglich an seinem Busen. Das andere legte er nachts unter sein Kopfkissen.

elohim.io will so etwas wie „das silberne Kästchen des Darius“ sein. elohim.io will Erlebtes und Gelerntes als den einzigen wirklichen und wahren Schatz der Menschen aufbewahren und dem Suchenden von Zeit zu Zeit zugänglich machen. elohim.io will Ihnen dadurch nachts Ihre Träume versüßen und tagsüber Ihr Herz stark und tapfer machen.

abisz: