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Die Gretchenfrage

Gespeichert von admin am/um 19. März 2017

Die Gretchenfrage

Früher war die Gretchenfrage jene Frage, welche über die Ethik (Moral) eines Menschen Auskunft gab. Wenn diese Frage zufriedenstellend beantwortet werden konnte, lohnte es sich, mit dem Menschen näher in Kontakt zu kommen.

Die Gretchenfrage ist von Gretchen in Goethes Faust dem Faust gestellt worden und heißt im Faust Teil 1, Vers 3415: „Nun sag, wie hast du`s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“

Wir beantworten die Frage nach unserer Ethik (Moral) als Träger und Verantwortliche für Elohim.io wie folgt:

Satz 1

Leben muss immer Vorrang haben!

Dieser Satz ist das unverrückbare Fundament von Elohim.io. Die Fürsorge für das Leben und die Lebenden hat immer Vorrang. Das gilt auch dann, wenn der verstorbene Mensch ausdrücklich etwas gewollt hat, was die Hinterbliebenen schädigt oder beschädigt.

Bemerkung:

Die Würdigung eines verstorbenen Menschen, sein ehrendes Gedenken und die Abwicklung notwendiger Regulierungen geschieht immer und ausschließlich durch die Hinterbliebenen, also die Lebenden.

Elohim.io ist sich der Problematik bewusst, die manche verstorbenen Menschen hinterlassen. Deshalb bietet Elohim.io seine Hilfe gerade auch für solche schwierigen Abschiede an, denn

eine Beziehung aufnehmen,

kann jeder Dummkopf,

sie jedoch erfolgreich zu beenden,

bedarf es einer großen Kunst!

Satz 2

Du selbst bist der Sinn Deines Lebens

Vor etwa 2500 Jahren begann im großen Stil die Sinnsuche der Menschen. Geniale Systeme wurden angeboten und die Religionshistoriker und Philosophen diskutieren heute noch über die besten Systeme.

Unsere Erfahrung hat uns gelehrt, dass jeder Mensch den Sinn seines Lebens in sich selbst suchen muss.

Eine Geschichte mag uns das illustrieren:

Mitten in der Nacht sucht ein Mann unter einer Straßenlaterne intensiv den Boden ab. Ein Polizist fragt, was er denn suchen würde. „Meinen Autoschlüssel“, antwortet der Mann.

„Wo haben Sie ihn denn verloren?“, fragt der Polizist. „Da hinten im Gehölz, ich hatte Druck in der Blase,“ antwortet der Mann. „Warum suchen Sie denn nicht dort im Gehölz?“ fragt der Polizist. „Dort ist es dunkel. Dort ist keine Lampe. Dort kann ich nichts sehen,“ antwortet der Mann.

Die Religionen und Philosophien haben viel Licht gebracht. Aber den Sinn unseres Lebens finden wir nur in uns selbst. Dort müssen wir suchen, auch wenn es dort manchmal dunkel ist.

Satz 3

Mach das Beste draus

Ob wir den Sinn unseres Lebens unter der Lampe oder in uns selbst suchen, immer stellt sich die gleiche Aufgabe nach dem alltäglichen Lebensvollzug.

Die „Lampe“ des Christentum sagt uns: „...dass ihr prüfen möget, was das Beste sei, auf dass ihr lauter seid und unanstößig auf den Tag Christi...“ (Phil.1,10)

Unser Selbst in Verbindung mit einem gesunden Menschenverstand sagt uns: „Du lebst in die Zukunft hinein. Welches ist dafür die beste Lösung? Suche die beste Lösung. Mach das Beste draus!“

Satz 4

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Die Würde des Menschen besteht auch darin, dass er nicht so schnell vergessen wird.

Unangenehme Erlebnisse werden oft so kommentiert: „Das vergessen wir lieber ganz schnell...“

Unangenehmes und Vergessen sind Zwillingsschwestern. Sie kommen und gehen Hand in Hand. Elohim.io will das Vergessen hinausschieben und dadurch dazu beitragen, dass das Unangenehme genauer angesehen wird. Im genaueren Hinsehen erlebt dann das Unangenehme seine letzte Metamorphose (Umgestaltung).

Die Dialektik unseres Leben gibt uns die Möglichkeit, das Unangenehme zu verwandeln, also diese Schwester zu verändern. Das ist auch der Grundtenor des ehrwürdigen Christentums: „Und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selber – damit dass er Frieden machte ...“

(Kolosser 1,20)

Aus dem Vergessen wird ein „Unvergessen“ und aus dem Unangenehmen wird ein „Verstehen“.